Furunkel L02.92

Synonym(e)

Staphylodermia follicularis et perifollicularis profunda; Staphylodermia follicularis profunda; Staphylodermia follicularis profunda necroticans

Definition

Bakteriell induzierte, Korium und Subkutis erfassende (tiefe Follikulitis), schmerzhafte abszedierende Entzündung eines Haarfollikels mit narbiger Abheilung.

Ätiopathogenese

Meist Infektion mit Staphylococcus aureus, vor allem bei abwehrgeschwächten Patienten. Entwicklung aus einer Follikulitis.

Lokalisation

Bevorzugt Nacken, Gesäß, Oberschenkelinnenseite, äußerer Gehörgang, Oberlippe.

Klinisches Bild

Zunächst kleine Pustel mit gelblichem Inhalt (Follikulitis), daraus Entwicklung eines entzündlich geröteten Knotens mit Ödem der Umgebung ( Perifollikulitis) und verkrusteter Oberfläche. Druck- und Spontanschmerz. Nach einigen Tagen Fluktuation als Zeichen der Einschmelzung. Entleerung von Eiter, Abstoßen eines Gewebepfropfes mit sofortigem Nachlassen des Schmerzes. Der Defekt wird mit Granulationsgewebe aufgefüllt, nach Abheilen bleibt eine kleine eingezogene Narbe zurück.

Komplikation

  • Regionale Lymphangitis, Lymphadenitis
  • bei Nasen- und Oberlippenfurunkel: infektiöse Thrombose des Sinus cavernosus und thrombophlebitische Sepsis möglich (sehr seltene Komplikation)
  • Rezidivierende Furunkelbildung (s. u. Furunkulose) bei immunologisch gestörten Patienten.

Therapie allgemein

Externe Therapie

Bestrahlungstherapie

Interne Therapie

Naturheilkunde

Alternativ: Drainage mit Ringelblumen-Urtinktur verdünnt in Ringer-Lösung (1:20).

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Zuletzt aktualisiert am: 19.01.2018