Zitronenmelisse

Zuletzt aktualisiert am: 21.12.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Balm (Mint); Balm-Mint; Honey Plant; Lemon-Balm; Melissa officinalis; Melisse

Definition

Die Zitronenmelisse oder Melisse (Melissa officinalis) eine ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende, ausdauernde bis 80 cm hohe, nach Zitrone duftende Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) mit gezackten Laubblättern und blau-gelblichen bis weißen Blüten.

Die Zitronenmelisse ist Stammpflanze von de naturheilkundlich genutzten, offizinalen (DAB9, ÖAB90, Ph.Helv.7) :

  • Folia melissae dem Extrakt aus Melissenblätter (Extrakt aus den getrockenten Blättern) und
  • Melissae aetherolum dem Melissenöl (gewonnen durch Dampfdestillation aus Blättern und blühenden Sprossspitzen) 

Kosmetisch:

  • wird das Melissenöl unter der INCI-Bezeichnung "Melissa offcinalis oil" verwendet.
  • Melissa oficinalis etract (INCI) ist der Extrakt aus den getrockneten  Blättern
  • Melissa offcinalis distillate (INCI) ist die wässrige Lösung 
  • Melissa officnalis seed oil ist das Samenöl der Melisse

 

 

Wirkungsspektrum

Melissenblätter enthalten Hydroxyzimtsäure-Derivate, v.a. Rosmarinsäure; weiterhin , Kaffeesäure und Chlorogensäure. Ätherische Öle enthalten v.a. (bis zu 70%) Citral, Citronellal, Linalool, Geraniol, Gerb- und Bitterstoffe sowie weitere Bestandteile.

Anwendungsgebiet/Verwendung

Die Zitronen-Melisse wird als Gewürz-, Arzneipflanze und als Likör und Tee verwendet. Bäder werden bei Entzündungen der Haut empfohlen. Aufgrund des Gehaltes an Rosmarinsäure, haben Extrakte aus Melissenblätter eine antimikrobielle und antivirale Wirkung. Gute Erfolge ( LOE-A = level of evidence - A) wurden in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten klinischen Studie an 66 Patienten mit einer Melissencreme (4mal/Tag über 5 Tage) beim ( Herpes simplex) beschrieben (s.u. Phytotherapie).

Literatur
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  1. Koytchev R et al. (1999) Balm mint extract (Lo-701) for topical treatment of recurring herpes labialis. Phytomedicine 6: 225-230
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