Tee, grüner

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Camellia sinensis; China Gunpowder; Grüntee

Definition

Sortenreiche Teepflanze. Es gibt mehr als 1000 Sorten. Neben China ist Japan der Hauptproduzent an grünen Teespezialitäten. Bekannte Sorten in diesem Bereich sind Sencha, Bancha, Kukicha, Genmaicha und die absolute Spitzenqualität, der Gyokuro.

Allgemeine Information

Der wichtigste Inhaltsstoff des Tees ist Koffein (früher im Zusammenhang mit Tee auch als Tein, Teein oder Thein bezeichnet). Weiterer Bestandteil der Teeblätter sind Catechine wie Epicatechin, Epicatechingallat, Epigallocatechin und Epigallocatechingallat. Mit 0,045-0,35% findet sich ein relativ hoher Aluminium-Gehalt. Dies ist durch Komplexbindung an Catechine biologisch unwirksam. Die meisten gesundheitsfördernden Wirkungen des Grüntees werden den Catechinen zugeschrieben (s.u. Condylomata acuminata). Catechine sind die Stoffe, die dem Tee den bitteren Geschmack verleihen. Diese sind potente Antioxidanzien mit photoprotektiven Eigenschaften. Sie reduzieren UV-induzierten oxidativen Stress und hemmen verschiedene an der Entwicklung von Hautkarzinomen beteiligten Zytokine. Grüner Tee enthält mehr Gerbstoffe (Tannine) als Schwarzer Tee.

Naturheilkunde

Teeblätter sind im Gegensatz zu Schwarzem Tee nicht fermentiert. Wegen der Verarbeitung werden für grünen Tee eher die Blätter von Camellia sinensis gegenüber der Varietät assamica bevorzugt, da die kleinblättrige, zartere Sorte sich besser eignet. Grüner Tee unterscheidet sich von Schwarzem Tee auch in der Zubereitung, im Geschmack, den Inhaltsstoffen und Wirkungen des Aufgusses. Grüner Tee enthält Catechine (s.u. Gerbstoffe), die antioxidativ (Arteriosklerose, Koronarinfarkt), antiviral (Behandlungsoption für eine 10-15% Salbe für Condylomata acuminata), antimikrobiell, antiproliferativ und immunstimulierend wirken.

Hinweis(e)

Grüner Tee wird seit mehreren tausend Jahren in China angebaut. Im Allgemeinen wird der Tee ohne vorherige Pulverisierung mit heißem Wasser aufgebrüht. Im 16. und 17. Jahrhundert verbreitete sich der grüne Tee auch in Europa.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Camouse MM et al. (2005) Protective effects of tea polyphenols and caffeine. Expert Rev Anticancer Ther 5: 1061-1068
  2. Stockfleth E et al. (2008) Topical Polyphenon E in the treatment of external genital and perianal warts: a randomized controlled trial. Br J Dermatol 158:1329-1338.

Weiterführende Artikel (2)

Catechine; Condylomata acuminata;
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