Symbioselenkung

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autoren: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Synonym(e)

Mikrobiologische Therapie

Definition

Therapie zur Wiederherstellung bzw. Erhaltung der normalen Keimflora des Darmes.

Indikation

Dysbiose unterschiedlicher Genese z.B. nach Antibiotikagabe, Fehlernährung oder Darminfektionen. Folge der Dysbiose ist neben Meteorismus und Flatulenz das Roemheld Syndrom. Durch Ammoniakbelastung kommt es zur Beeinflussung des Hirnstoffwechsels, Müdigkeit und Leistungsabfall. Indole und Phenole belasten ebenso wie Fuselalkohole, die durch die Dysbiose entstehen, den Leberstoffwechsel. Immunologische Auswirkungen führen zu einer Verschlechterung von Erkrankungen wie atopisches Ekzem, Asthma bronchiale, Pollinose, Colitis ulcerosa, M. Crohn, chronische Gastritis, Gingivitis.

Durchführung

Die Symbioselenkung sollte in drei Phasen, die sich insgesamt über 12 Wochen erstrecken, erfolgen. Im Vorfeld sollte ein Pilzbefall ausgeschlossen bzw. therapiert werden.
  • 1. Phase: Reduktion der fehlerhaften Darmflora: Magnesium-Peroxid, z.B. Ozovit.
  • 2. Phase: Stimulation der exkretorischen Verdauungsorgane: Bitterstoffe, Milchzucker (Markalakt) und Kamillenextrakt.
  • 3. Phase: Ansiedlung von apathogenen E. coli-Stämmen, z.B. Symbioflor 2, Mutaflor.

Weiterführende Artikel (2)

Atopische Dermatitis (Übersicht); Pollinose;
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