Pyrethrine

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Pyrethrumextrakt

Definition

Aus Chrysanthemenblüten (z.B. Chrysanthemum cinerariaefolium) gewonnene Insektizide. S.u. Antiparasitosa. Chemisch handelt es sich um optischn aktive Ester aus der Chrysanthemumsäure oder der Pyrethrinsäure und den Hydroxyketonen Pyrethronolon, Cinerolon und Jasmolon.   

Verwendung in der Humanmedizin gegen Kopf-, Filz-, Kleiderläuse und Krätzmilben. Pyrethrumextrakte wurden früher zur Insektenvertilgung eingesetzt. S.u. Pyrethrum.

Wirkungen

Als Kontaktinsektizide sind sie für kaltblütige und wechselwarme Tiere  wie Insekten, Milben oder Würmer stark giftig. Pyrethrine wirken als nerven-und Muskelgift. Für den Menschen sind nicht giftig da sie nicht resorbiert werden.   

Indikation

Kopf-, Filz- und Kleiderläuse sowie deren Nissen.

Eingeschränkte Indikation

Asthma bronchiale, Säuglinge (höchstens 1/3 des Flascheninhalts verwenden).

Dosierung und Art der Anwendung

Haare der befallenen Körperteile durchtränken u. 30-45 Min. einwirken lassen. Anschließend wie ein Shampoo mit Wasser ausspülen. Bei Kleinkindern höchstens 25 ml anwenden; nach 8-10 Tagen Anwendung ggf. wiederholen.

Normkonzentration

Lösung (0,3% Pyrethrumextrakt, 0,7% Piperonylbutoxid, 0,9% Chlorocresol).

Unerwünschte Wirkungen

Augenreizung, Hautreizung, allergische Reaktionen. Neurotoxische Wirkungen bei Langzeitanwendung sind möglich.

Wechselwirkungen

In Kombination mit Malathion gegenseitige Wirkungsverminderung.

Präparate

Goldgeist forte

Hinweis(e)

Auf Grund hoher Herstellungskosten werden Pyrethrine meist durch ihre synthetischen Analoga, die Pyrethroide ersetzt.   

Weiterführende Artikel (5)

Antiparasitosa; Chlorocresol; Nissen; Pyrethroide; Pyrethrum;
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