Pheromone

Zuletzt aktualisiert am: 17.09.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

Aggregationspheromone; Alarmpheromone; Aphrodisiakapheromone; Markierungspheromone; Primer-Pheromone; Releaser-Pheromone; Sexualpheromone; Spurpheromone

Definition

Pheromone (aus griech. pherein = tragen und Hormon), auch Ektohormone genannt, sind sezernierte, volatile, tierische Botenstoffe, die zur Informationsübertragung zwischen Individuen innerhalb einer Art (Soziohormone; Fleischer J et al. 2018). Sie bestehen bei Insekten i.A. aus 5-20 C-Atomen, z.B. Isopentenoide, Peptid-Derivate.  

Releaser-Pheromone: Pheromone, die beim Empfänger nur eine Verhaltensantwort auslösen, werden als Releaser-Pheromone bezeichnet.

Primer-Pheromone: Pheromone, die beim Empfänger eine Mehrzahl an physiologischen Veränderung verursachen, werden als Primer-Pheromone bezeichnet.

Einteilung

Aggregationspheromone, dienen der Anlockung von weiteren Artgenossen

Sexualpheromone dienen der Anlockung von artgenössischen Geschlechtspartnern.

Aphrodisiakapheromone dienen der sexuellen Stimulation. Aphrodisiakapheromone können gleichzeitig als Fraßgifte wirken. Sie werden häufig beim Paarungsakt auf die Weibchen übertragen und anschließend auf die Brut (Überlebenschance der Brut werden erhöht).

Alarmpheromone dienen der Warnung vor Fraßfeinden

Markierungs- und Spurpheromone der Markierung von Territorien und Wegen.

Allgemeine Information

Die Wirkungsweise der Pheromone kann aus der o.g. Einteilung abgeleitet werden.

Am besten untersucht sind die Insektenpheromonen (Bienen, Ameisen, Schmetterlinge; (Fleischer J et al. 2018; Steiger S et al. 2017). Die Wirkung von Pheromonen bei anderen z.B. Tierarten z.B. Säugetieren, wird bisher nur teilweise verstanden (Liberles SD 2014). Bei den Pheromonen der Säugetiere spielen steroidale Verbindungen eine wesentliche Rolle (Doyle WI et al. 2018). Eine wichtige Rolle spielen sie bei der Revier- und Hierarchieabgrenzungen. Bei den Säugetieren werden die Pheromone über den Geruchssinn (N. olfactorius) aber auch über das vomero-nasale Organ im Nasenvorhof wahrgenommen. Sie können bestimmte emotionale oder vegetative Reaktionen hervorrufen.   

Bemerkenswert ist, dass sich auch versch. Pflanzen den Pheromonen bedienen um bestimmte Insekten anzulocken (Xu H et al. 2018). 

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Doyle WI et al. (2018) Excreted steroids in vertebrate social communication. J Neurosci pii: 2488-17. 
  2. Fleischer J et al. (2018) Access to the odor world: olfactory receptors and their role for signal transduction in insects. Cell Mol Life Sci 75:485-508.
  3. Liberles SD (2014) Mammalian pheromones. Annu Rev Physiol76:151-75.
  4. Steiger S et al. (2017) Pheromones involved in insect parental care and family life. Curr Opin Insect Sci 24:89-95.
  5. Tittiger C et al. (2017) Pheromone biosynthesis in bark beetles. Curr Opin Insect Sci 24:68-74.
  6. Xu H et al. (2018) Plant Volatiles as Mate-Finding Cues for Insects. TrendsPlant Sci 23:100-111.
Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 17.09.2019