Mutterkraut

Zuletzt aktualisiert am: 27.03.2018

Autoren: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Synonym(e)

Feverfew; Tanacetum parthenium

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Campher, Camphen, Cymen, Germacen, Linalool, Borneol, Flavonoide, Polyine.     

Vorkommen

Kleinasien, Süd-Ost-Europa. Seit dem Mittelalter für medizinische Zwecke in Mitteleuropa kultiviert.

Anwendungsgebiet/Verwendung

In der Volksmedizin bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Heilpflanze, insbesondere bei Frauenleiden, eingesetzt, außerdem zur Linderung von Blähungen, Koliken, Schmerzen und Schwellungszuständen. Als Zierpflanze ist Mutterkraut unter der Bezeichnung "Knopfkamille“ bekannt.

Unerwünschte Wirkungen

Wesentliches Kontaktallergen ist das Sesquiterpenlakton Parthenolid. Sensibilisierungspotenz: Stark. Sensibilisierungshäufigkeit: Gelegentlich. Kreuzreaktivität besteht zu verwandten Kompositenarten wie Chrysanthemen, Rainfarn, Margerite, Schafgarbe und Sonnenblume sowie Lorbeer und Frullania.

Klinisches Bild

Mutterkraut gilt als wesentlicher Verursacher des aerogenen Kontaktekzems. Reagiert bei routinemäßiger Testung von Kompositen-Mix am häufigsten von allen Arten beim Vorliegen einer Korbblütler-Allergie.

Literatur
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  1. Abebe W (2002) Herbal medication: potential for adverse interactions with analgesic drugs. J Clin Pharm Ther 27: 391-401
  2. Goadsby PJ (2003) Herbal medicine. N Engl J Med 348: 1498-1501
  3. Hausen BM, Vieluf K (1997) Allergiepflanzen, Pflanzenallergene. Ecomed Verlag, Landsberg/München, S. 232–234
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