Mahonie

Zuletzt aktualisiert am: 09.08.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

gewöhnliche Mahonie; Mahonia aquifolium; Mahoniumrinde

Definition

Ursprünglich in Nordamerika heimische, inzwischen auch in Europa ansässige, immergrüne buschige Strauchart aus der Gattung der Mahonien (Familie der Berberitzengewächse), die Wuc hshöhen bis 1,8 m erreicht. (Berberidaceae). Die ledrigen, bis 30 Zentimeter langen Blätter sind unpaarig gefiedert. Die Blüten (März bis Juni) sind gelb. Ab August bilden sich kugelige, rotbraune essbare Beeren.

Wirkungsspektrum

Die Alkaloide Berberin-, Oxyacanthin- und Berbaminhaltiger Auszüge aus der Rinde der Mahonie werden in verschiedenen antiekzematösen und antipsoriatischen Externa angewendet.

Anwendungsgebiet/Verwendung

In einer prospektiven nicht randomisierten Studie wurde bei Pat.mit atopischem Ekzem eine Creme mit 10% Mahonie-Extrakt mit deutlichem Erfolg (Level of incidence: LOE-B) angewendet. In der selben Indikation konnte eine Kombinationscreme (aus: Mahonieextrakten, Stiefmütterchenkraut (Violae herba cum flore) und Wassernabelkraut (Centellae asiaticae herba) keine Überlegenheit gegenüber dem Vehikel zeigen.

Weiterhin existieren zahlreiche Berichte (ohne Evidenz) über Erfolge bei Psoriasis vulgaris. Befriedigende persönliche Erfahrungen liegen zum "milden" seborrhoischen Ekzem des Erwachsenen vor.

Dosierung

2-3mal/Tag dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen und leicht einmassieren.

Normkonzentration

10% als Salbe.

Unerwünschte Wirkungen

Allergische Hautreaktionen.

Handelsnamen

Verschiedene Externa (z.B. Rubisan® Creme und Salbe) enthalten Mahonie-Urtinktur in unterschiedlichen Applikationen und Konzentrationen.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Donsky H et al. (2007) Mahonia aquifolium extract for the treatment of adult patients with atopic dermatitis. Am J Ther 14: 442-446
  2. Reuter J et al. (2010) Welche Pflanze für welchen Hauerkrankung? Teil 1: Atopische Dermatitis, Psoriasis, Akne, Kondylome und Herpes simplex. JDDG 10: 788-796
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