Gartentulpe

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autoren: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Synonym(e)

Tulipa gesnerana; Tulpe

Definition

Zierpflanze aus der Gattung Tulipa in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae).

Vorkommen

Ursprünglich beheimatet in Südwest- und Südzentralasien. Erste Erwähnung bereits im 12. Jahrhundert in den "Märchen aus Tausend und einer Nacht". In den Niederlanden werden heute über 3000 verschiedene Tulpensorten kultiviert.

Anwendungsgebiet/Verwendung

Eine medizinische Verwendung ist nicht bekannt. Nach Ingestion verursachen Tulpenzwiebeln Brechreiz.

Unerwünschte Wirkungen

Das Tulpenallergen ist alpha-Methylen-y-butyrolakton (Tulipalin A). (Weite Verbreitung in der Familie der Liliaceae und Alstromeriaceae). Sensibilisierungspotenz: Stark. Sensibilisierungshäufigkeit: Häufig.

Klinisches Bild

Allergische Reaktionen auf Tulpen sind bei Tulpenzüchtern in den Niederlanden eine bekannte Berufskrankheit. Die an den Fingerkuppen auftretenden Hautveränderungen werden als " Tulpenfinger" bezeichnet. In seltenen Fällen wurde eine Kontakturtikaria mit respiratorischen Begleitsymptomen beschrieben. Kreuzreaktivität besteht fraglich zu Knoblauch und Zwiebeln. Andere Arten, die Tulipin A enthalten, sind: Alstroemerien, Lilien, Lauch, Kaiserkrone und andere Liliengewächse.
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