Eichenrinde

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Cortex quercus; Quercus cortex

Definition

Gerbstoff, Adstringens. Quercus-Arten wie Stieleiche, Sommereiche, Stein-,Trauben- oder Wintereiche sind die Stammpflanzen der offizinellen Droge (ÖAB90; DAC86) Quercus cortex (Eichenrinde) die aus getrockneter Eichenrinde junger Zweige und Äste extrahiert wird.

 

Anwendungsgebiet/Verwendung

Lokal bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich sowie Genital- und Analbereich, per os bei unspezifischen akuten Durchfallerkrankungen. In der Abklingphase akuter oder subakuter Ekzeme. Auch bei chronischen Ekzemen (z.B. Lidekzeme).

Normkonzentration

5 g Droge auf 1 l Wasser für Voll- und Teilbäder.

Für Umschläge 10 g Droge (1 Eßl. Eichenrinde) auf 1 l Wasser 15 Min. kochen lassen. Abkühlen und unverdünnt als feuchte Auflagen oder Umschläge verwenden. Auch als Gurgellösung verwendbar. Lösung muss täglich neu hergestellt werden.

Handelsnamen

Traxaton®; Balcann®Hautsalbe;

Eichenrindenextrakt der Fa. Schupp (20ml auf 300 ml Wasser für Umschläge)

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Deryabin DG et al. (2015) Antibacterial and Anti-Quorum Sensing Molecular
    Composition Derived from Quercus cortex (Oak bark) Extract. Molecules 20:17093-18108.

  2. Kraft K (2007) Erkrankungen der Haut. Zschr Phytotherapie 28: 76-78

Weiterführende Artikel (1)

Liddermatitis (Übersicht);
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