Crotonöl

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autoren: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Synonym(e)

Crotonbaumöl; Krotonbaumöl; Krotonsamenöl; Oleum crotonis; Oleum tiglii

Definition

Öl aus dem Samen von Croton tiglii dem Crotonölbaum, einem in Südostasien heimischen Busch/Baum aus der Gattung Croton in der Familie der Wolfsmilchgewächse. Crotonöl ist ein dickflüssiges gelbbraunes Öl, das in absolutem Ethanol löslich ist.  

Inhaltsstoffe

Ölsäure , Linolsäure, Palmitinsäure. Weitere Inhaltsstoffe sind Myristinsäure, Arachinsäure, Stearinsäure, Tiglinsäure, Ameisensäure, Crotonsäure, Essigsäure, Isobuttersäure, Isovalerinsäure, Laurinsäure

Hinweis(e)

Crotonöl wurde früher als starkes Abführmittel genutzt. Es wirkt stark haut- und schleimhautreizend wird wegen seiner erheblichen karzinogenen Wirkung medizinisch nicht mehr verwendet. Auch für Anwendung in  kosmetischen Präparaten ist Crotonöl verboten

In der Homöopathie wird „Croton tiglium“ in entsprechenden Verdünnungen bei Brechdurchfall, Ekzemen und bei Bindehautentzündung verwendet. Das homöopathische Mittel wird umgangssprachlich auch als „Purgierkörner“ bezeichnet.

In der ayurvedischen Medizin kommen die Samen des Crotonölbaum zur Anwendung. 

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Pal PK et al. (2014) Detoxification of Croton tiglium L. seeds by Ayurvedic process of Śodhana. Anc Sci Life 33:157-161.
  2. Ried W et al. (1996) Reactions with imide acid esters. VI. Transformation of imide acid esters with beta-amino crotonic acid ester. Justus Liebigs Ann Chem 700:87-91.
  3. Sentein P (1967) Action of crotonic acid and acetic acid on mitoses of segmentation. Mechanism of dissociations of the achromatic apparatus. C R Acad Sci Hebd Seances Acad Sci D 265:444-446.
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