Aprikose

Zuletzt aktualisiert am: 19.02.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Barille; Marille; Prunus armeniaca L.; Xingren

Definition

Die Aprikose (von lat. praecox = frühreif; „armeniaca“ bezeichnet Armenien als früher angenommenes Ursprungsland), ein kleiner bis mittelgroßer Baum mit breiter und dichter Krone, ist ein Steinobstgewächs aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Aprikose gehört zu den ältesten kultivierten Obstsorten. Ihre ursprüngliche Heimat ist China und das Hochland zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer. Heute wird sie weltweit kultiviert. Das größte Anbaugebiet der Welt befindet sich in der Türkei.

Allgemeine Information

Die Rinde der Aprikose ist glänzend, rötlich- bis dunkelbraun; die Blätter sind gestielt, herzförmig, zugespitzt etwa 5x 7 cm groß, der Blattrand oft doppelt gesägt. Die Blüten erscheinen vor den Blättern; sie sind weiß bis rosarot gefärbt. Die Blütezeit der Aprikose reicht von März bis April.

Ihre Früchte, die eigentlichen Aprikosen, sind 4-8 cm große, kugelige bis eirunde Steinfrüchte. Ihre Haut ist samtartig, manchmal auch glatt, und von hellgelber bis orangegelber Färbung. Das Fruchtfleisch ist weiß, gelb oder intensiv orangefarben, saftig. Die Frucht enthält einen mandelförmigen, harten Samen. Beim Zerstoßen entfaltet er ein Marzipan-Aroma.
Angeboten werden Aprikosen v.a. als Frischfrüchte; weiterhin als Trockenobst oder als Marmelade. Der Kern schmeckt bitter, hat ein starkes Bittermandel-Aroma und wird bei der Herstellung von Persipan und Amaretto genutzt.

Aus den Aprikosenkernen wird das Aprikosenkernöl „Prunus armeniaca kernel oil (INCI)“ gewonnen, das in der Küche zum Kochen, Braten und Backen genutzt wird. Das Aprikosenkernöl dient als Grundlage für zahlreiche Hautpflegemittel.

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