Nichtionische Emulgatoren

Zuletzt aktualisiert am: 07.01.2020

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Emulgatoren, nichtionische; Emulgatoren, nicht-ionische; Nicht-ionische Emulgatoren

Definition

S.u. Öl-in-Wasser-Emulgatoren. Beispiele sind u.a. Ester und Ether der Polyethylenglykole mit höheren Fettsäuren bzw. Fettalkoholen wie Polysorbattypen (z.B.Tween 20-80), Polyoxyethylenglycerolmonostearat (Tagat S2), Polyethylenglykolstearate und Polyethylenglykolfettalkoholether.

Inkompatibilität

Eine Inkompatibilität ist die Interaktion zwischen dem Ether-Sauerstoff des PEG-Anteils und der phenolischen Hydroxylgruppe von Wirk- oder auch Hilfsstoffen.

Hinweis(e)

In vielen pharmazeutisch verwendeten hydrophilen nicht-ionischen Emulgatoren ist Macrogol (Polyethylenglykol) Bestandteil der Molekülstruktur. Da nicht-ionische Emulgatoren (Tenside) keine dissoziierbaren funktionellen Gruppen besitzen, handelt es sich bei ihrem hydrophilen Teil meist um Hydroxylgruppen oder eben um Polyethylenglykol. Die PEG-Kette ist hierbei über eine Ester- oder Ether-Bindung an den lipophilen Molekülteil gebunden. Bei gleichbleibendem lipophilem Anteil steigt der HLB-Wert mit zunehmender Länge des PEG-Blocks an, das heißt, das Tensid verhält sich zunehmend hydrophiler. Auch in vielen halbfesten Emulsions­zubereitungen werden nicht-ionische Emulgatoren mit Polyethylenglykol im Molekül angewendet.

Obwohl es sich hierbei um eine schwache elektrostatische Interaktion handelt, kann sie in bestimmten Konzentrationsbereichen ausreichen, um die Funktion des Emulgators signifikant zu stören und somit zum Brechen der Emulsion zu führen. 

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