Vincristin

Zuletzt aktualisiert am: 21.08.2020

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Zytostatikum, Vinca-Alkaloid (s.a. Vinblastin), das semisynthetisch aus Vinca rosea einer Immergrünart gewonnen wird. Vincristin bindet spezifisch an beta-Tubulin und blockiert somit die Polymerisation mit alpha-Tubulin zu Mikrotubuli.

Halbwertzeit

85 Std.

Indikation

Leukämie, M. Hodgkin (s. Lymphogranulomatose, maligne), Non-Hodgkin-Lymphome, metastasierendes malignes Melanom, AIDS-assoziiertes Kaposi-Sarkom, Bronchial-Karzinom.

Schwangerschaft/Stillzeit

Kontraindiziert in der Schwangerschaft (im Tierversuch embryo- bzw. fetotoxisch). Kontraindiziert in der Stillzeit (nicht bekannt, ob die Substanz in die Muttermilch übergeht).

Dosierung und Art der Anwendung

1,4 mg/m2 KO i.v. 1mal/Woche.

Unerwünschte Wirkungen

BB-Veränderungen, gastrointestinale Störungen, Subileus, Leber- oder Nierenschäden, Hyperurikämie, Alopezie (s. Alopecia medicamentosa), Dermatitis, Stomatitis, Erythrodermie, neurotoxische Störungen, Störungen der Spermiogenese und Ovulation.

Präparate

Vincristinsulfat Hexal, Vincristin Bristol

Literatur
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  1. Aldenhoven M et al. (2006) Therapeutic strategies for epidemic Kaposi's sarcoma. Int J STD AIDS 17: 571-578
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