Sunitinib

Zuletzt aktualisiert am: 28.07.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Rezeptor-Tyrosinkinase-Inhibitor.

Wirkungen

Sunitinib (wie Sorafenib) ist ein Hemmstoff mehrerer Tyrosinkinasen (s.u. VEGF) und schaltet auf molekularer Ebene die Signalwirkung von Wachstumsfaktoren aus, die der Tumor für sein Wachstum benötigt.

Indikation

Zur Behandlung nicht resizierbarer und/oder metastasierter bösartiger gastrointestinaler Stromatumoren (GIST) eingesetzt, wenn eine Behandlung mit Imatinib (Glivec) wegen Resistenz oder Unverträglichkeit fehlgeschlagen ist. Eine weitere Indikation ist das metastasierte Nierenzellkarzinom.

Unerwünschte Wirkungen

  • Die wichtigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen von Sunitinib sind Lungenembolie (1% der Fälle), Thrombocytopenie (1%), Neutropenien mit Fieber (0.4%) und Bluthochdruck (0.4%). Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Müdigkeit/Erschöpfung (das sog. Ermüdungs-Syndrom), das etwa ein Drittel der Patienten betrifft. Häufig (>20% der Fälle) treten weiterhin auf: Durchfall, Übelkeit, Stomatitiden.
  • Typische Nebenwirkungen am Hautorgan werden ab der 3.-4. Behandlungswoche beobachtet: Hand-Fuß-Syndrom, Xerose der Haut, diffuse Alopezien, subunguale Hämorrhagien (Splitterblutungen), Depigmentierungen von Haut und Haaren, periokuläre Ödeme.

Präparate

Sutent

Literatur
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  1. Wozel G et al. (2010) Unerwünschte dermatologische Wirkungen bei therapeutischer Inhibition des VEGF-Signalwegs. JDDG 8: 243-249

Weiterführende Artikel (4)

Hand-Fuß-Syndrom; Sorafenib; Tyrosinkinasen; VEGF;
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