Sunitinib

Zuletzt aktualisiert am: 15.09.2020

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Rezeptor-Tyrosinkinase-Inhibitor.

Wirkungen

Sunitinib (wie Sorafenib) ist ein zielgerichtetes Tumortherapeutikum und blockiert die Tyrosinkinase der Rezeptoren PDGFR (platelet-derived-growth-fctor). Weiterhin hemmt Sunitinib die Tyrosinkinase des VEGFR (vascular endothelial growth factor - s.u. VEGF) und c-Kit. Daneben werden auch einige Serin-Threonin-Kinasen gehemmt (Multikinase-Hemmer). Sunitinib schaltet somit auf molekularer Ebene die Signalwirkung von Wachstumsfaktoren aus, die der Tumor für sein Wachstum benötigt.

Indikation

Zur Behandlung nicht resizierbarer und/oder metastasierter bösartiger gastrointestinaler Stromatumoren (GIST) eingesetzt, wenn eine Behandlung mit Imatinib (Glivec) wegen Resistenz oder Unverträglichkeit fehlgeschlagen ist. Eine weitere Indikation ist das metastasierte Nierenzellkarzinom.

Unerwünschte Wirkungen

Die wichtigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen von Sunitinib sind Lungenembolie (1% der Fälle), Thrombocytopenie (1%), Neutropenien mit Fieber (0.4%) und Bluthochdruck (0.4%). Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Müdigkeit/Erschöpfung (das sog. Ermüdungs-Syndrom), das etwa ein Drittel der Patienten betrifft. Häufig (>20% der Fälle) treten weiterhin auf: Durchfall, Übelkeit, Stomatitiden.

Typische Nebenwirkungen am Hautorgan werden ab der 3.-4. Behandlungswoche beobachtet:

  • Hand-Fuß-Syndrom
  • Xerose der Haut
  • diffuses Effluvium mit Alopezien
  • subunguale Hämorrhagien (Splitterblutungen)
  • Depigmentierungen von Haut und Haaren
  • periokuläre Ödeme.

Präparate

Sutent®

Literatur
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  1. Wozel G et al. (2010) Unerwünschte dermatologische Wirkungen bei therapeutischer Inhibition des VEGF-Signalwegs. JDDG 8: 243-249

Weiterführende Artikel (3)

Hand-Fuß-Syndrom; Sorafenib; VEGF;
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