Schilddrüsenhormone

Zuletzt aktualisiert am: 28.08.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Sammelbezeichnung für die in den Follikelepithelzellen der Schilddrüse (Thyreozyten) gebildeten klassischen (bioaktiven) Schilddrüsenhormone:  

Die Schilddrüsenhormone spielen eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel und das Wachstum einzelner Zellen und des Gesamtorganismus. Sie sind zwingend lebensnotwendig.

Neben T4 und T3 gibt es weitere Iodothyronine (nicht klassische Schilddrüsenhormone) mit schwächeren oder fehlender Bioaktivität bzw. mit z.T. antagonistischen Wirkungen.

  • Thyronamine sind Hormone, die gegenteilige Wirkungen der klassischen Schilddrüsenhormone haben. Es gibt zunehmende Hinweise darauf, dass sie aus Jodothyroninen gebildet werden.
  • Iodothyroacetate sind deaminierte Jodothyronine, die im Serum in höherer Konzentration als T3 vorkommen und partiell agonistische Wirkungen zu Jodothyroninen haben.

Das ebenfalls in der Schilddrüse gebildete Calcitonin (wird von den parafollikulären Zellen, C-Zellen der Schilddrüse gebildet)wird nicht als Schilddrüsenhormon bezeichnet, da es weder strukturell noch in seiner Funktion mit den klassischen Schilddrüsenhormonen verwandt ist.

Verweisende Artikel (3)

Deiodasen; fT3; fT4;

Weiterführende Artikel (4)

Iodothyroacetate; Thyronamine; Thyroxin; Triiodthyronin;
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