Mallory-Körper

Zuletzt aktualisiert am: 12.09.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Mallory bodies; Mallory body; Mallory-Denk bodies; Mallory-Denk-Körper

Erstbeschreiber

Mallory FB (1862–1941)

Definition

Mallory bodies, auch als Mallory-Denk-Körper bezeichnet,  treten als hepatozelluläre, zytoplasmatische Proteinaggregate bei Menschen mit alkoholischer und nichtalkoholischer Steatohepatitis, aber auch bei Menschen mit Adipositas permagna auf (Kücükoglu Ö et al. 2009). Weiterhin werden sie bei der chronischen Hepatitis C, der primär biliären Zirrhose (Basaranoglu M et al. 2011) und beim Morbus Wilson gefunden (in 25% der Fälle).

MBs bestehen vorwiegend aus Keratin 8 und 18. Sie können im Mausmodell durch chronische Fütterung mit 3,5-Diethoxycarbonyl-1,4-Dihydrocollidin induziert werden (Kücükoglu Ö et al. 2009).

Hinweis(e)

Offenbar besteht eine Beziehung zwischen dem Schweregrad der Leberverfettung und dem Auftreten der MBs (Kayaçetin S et al. 2015).

Literatur
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  1. Basaranoglu M et al. (2011) Mallory-Denk Bodies in chronic hepatitis.World J Gastroenterol 17:2172-2177. 
  2. Kayaçetin S et al. (2015) Mallory-Denk bodies: Correlation with steatosis, severity, zonal distribution, and identification with ubiquitin. Turk J Gastroenterol 26:506-510.  
  3. Kücükoglu Ö et al. (2009) Hochfettige Diät begünstigt die Mallory-Denk-Körper-Bildung. Z Gastroenterol 47: P1-5

Verweisende Artikel (1)

Alkoholische Fettleberhepatitis;
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