Kussmaul-Zeichen

Zuletzt aktualisiert am: 03.03.2019

Autor: Dr. med. Leah Schröder-Bergmann

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Erstbeschreiber

Adolf Kußmaul (1822-1902) beschrieb als Erster das Kußmaul-Zeichen, welches auch nach ihm benannt wurde.

Definition

Unter einem Kussmaul-Zeichen versteht man den paradoxen Druckanstieg in der Jugularvene während der Inspiration (Herold 2018).

Vorkommen

Das Kussmaul-Zeichen kann auftreten bei:

  • akuter Perikarditis
  • chronisch konstriktiver Perikarditis
  • Trikuspidalstenose

(Mansoor 2015)

 

Ätiologie

Der normalerweise verminderte inspiratorische intrathorakale Druck führt zu einem Anstieg des venösen Rückstroms in Richtung des rechten Herzens und damit verbunden zu einer Abnahme des Drucks im Bereich der Jugularvenen. Sobald jedoch die Füllung des rechten Ventrikels behindert ist, füllen sich stattdessen die Jugularvenen.

(Mansoor 2015)

Literatur
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  1. Herold G et al. (2018) Innere Medizin. Herold Verlag 235, 237
  2. Mansoor A M et al. (2015) Kussmaul‘s Sign. N Engl J Med (372) e3
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