Interkalation

Zuletzt aktualisiert am: 22.08.2020

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Unter Interkalation (von lat. intercalare = einschieben) versteht man in der Biochemie eine besondere Wechselwirkung zwischen Kleinmolekülen und der DNA. Dabei schiebt sich das Kleinmolekül in den Raum zwischen zwei benachbarten Basenpaaren der DNA-Doppelhelix. Die Folge ist, dass die Geometrie des DNA-Stranges an diesen Stellen verzerrt wird (s. Abb.). Hierdurch wird die Transkription und folglich auch die Replikation gestört. Die Interkalation wird für die chemotherapeutische Wirkung von Antibiotika bzw. Zytostatika wie Actinomycin oder Anthracycline (z.B. Doxorubicin, Daunorubicin), wird auf diesen Effekt zurückgeführt.

 

Literatur
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  1. Graefe KH et al. Unselektiv zytotoxische Chemotherapeutika (Zytostatika) In: Graefe KH et al. (Eds) Pharmakologie und Toxikologie. Georg Thieme Verlag Stuttgart S 672-673

Verweisende Artikel (1)

Zytostatisch wirksame Antibiotika;

Weiterführende Artikel (2)

Daunorubicin, liposomal; Doxorubicin, liposomal;
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