Hyperventilation R06.4

Zuletzt aktualisiert am: 08.08.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Hyperventilation bezeichnet eine überproportional gesteigerte Ventilation gemessen an der CO2-Produktion des Körpers. Hyperventilation geht mit einer Abnahme des Kohlenstoffdioxid-Partialdruckes (CO2) und einem pH-Anstieg (respiratorische Alkalose) im Blut einher.

Eine Hyperventilation kann als akutes Hyperventilationssyndrom durch eine Störung der Atemregulation aus psychischen oder körperlichen Gründen auftreten (primäre Hyperventilation). Sie kann weiterhin reaktiv auf eine Sauerstoff-Unterversorgung eintreten (bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, sekundäre Hyperventilation) oder auch bei kontrollierter Beatmung.

Das akute Hyperventilationssyndrom (F45.33) ist durch anfallsweise auftretende, beschleunigte und vertiefte Atmung mit respiratorischer Alkalose und Symptomen einer normokalzämischen Tetanie (Parästhesien, Pfötchenstellung) gekennzeichnet.

Das chronische Hyperventilationssyndrom (F45.3) wird zur Gruppe der Somatisierungsstörungen gezählt. Auszuschließen sind somatogene Ursachen der Hyperventilation. Gekennzeichnet wird das Syndrom durch: neuromuskuläre Symptome (Par- oder Hypästhesien), zerebrale Symptome wie Müdigkeit, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, psychische Symptome wie Nervosität, Aufregung, Reizbarkeit, Wetterfühligkeit u.a. sowie phobische- oder Panikzustände.

Disclaimer

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