Gelsolin

Zuletzt aktualisiert am: 23.07.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Im Cytoplasma von Wirbeltierzellen vorkommendes Actin-bindendes Protein, das längenbegrenzend auf Actinfilamente wirkt. Gelsolin ähnelt in Aufbau und Funktion dem Villin.

Das Protein wird von einem Gen, das auf Chromosom 2: 35.26 – 35.31 lokalsiert ist, kodiert. Mutationen des Gens führen zu einer seltenen hereditären systemischen Amyloidose (AGel) mit Hornhauttrübungen (H17.1) und Polyneuropathie ( G62.-)

Das Protein bindet bei bestimmten Ca2+-Konzentrationen an das Ende des Actinfilaments (dem Ort der F-Actin-Verlängerung). Es bewirkt hierdurch die Auflösung der Filamente und verhindert die Repolymerisation. Gelsolin kommt im Zytosol und in Mitochondrien der Zelle sowie extrazellulär im Blutplasma

Hinweis(e)

Neuere Untersuchungen deuten daraufhin, dass der Spiegel des Plasma-Gelsolin mit der postmenopausalen Osteoporese korreliert ist.   

Literatur
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  1. Wang WY et al. (2018) Plasma gelsolin is associated with hip BMD in Chinese postmenopausal women. PLoS One 13:e0197732. 

 

Weiterführende Artikel (1)

Amyloidosen systemische (Übersicht);

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