FODMAPs

Zuletzt aktualisiert am: 30.10.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Fermentable oligo-, di-, and monosaccharides and polyols; Fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole

Definition

Akronym für „Fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und (and) Polyole“. Bei FODMAPs handelt es sich um natürlicherweise in Nahrungsmitteln vorkommende, nicht resorbierbare Kohlenhydrate. FODMAPs können bei Personen mit Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität bzw. bei Reizdarmsyndrom (Mansueto P e al. 2015) mit  für die Beschwerden verantwortlich sein.

Allgemeine Information

Bei diesem noch unscharf definiertem Krankheitsbild handelt es sich (per Exklusion) um eine um eine nicht-allergische oder nicht-autoimmune Erkrankung ungeklärter Ätiologie.

Klinisches Bild

Der Konsum von weizenhaltigen Produkte führt zu Symptomen ähnlich jenen der Zöliakie. Zu den gastrointestinalen Symptomen zählen Blähungen, abdominelle Beschwerden, Schmerzen oder Durchfälle.

Weiterhin sind extraintestinale Symptome wie Kopfschmerzen und Migräne, Lethargie und Müdigkeit, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen und Hyperaktivität, Muskelbeschwerden sowie Knochen- und Gelenksschmerzen auftreten (Ford RP 2009; Lundin KE et al. 2012).

Betroffene sollten eine glutenfreie Diät ähnlich wie Zöliakiebetroffene einhalten.

Literatur
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  1. Ford RP (2009) The gluten syndrome: a neurological disease. Medical hypotheses 73: 438-440
  2. Lundin KE et al. (2012). Non-celiac gluten sensitivity. Gastrointestinal endoscopy clinics of North America 22: 723-734.
  3. Mansueto P e al. (2015) Role of FODMAPs in Patients With Irritable Bowel Syndrome. Nutr Clin Pract 30:665-682.

 

Weiterführende Artikel (1)

Zöliakie;
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