Endomysium

Zuletzt aktualisiert am: 26.11.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Endomysium, kollagenfaserhaltiges (kollagene Fasern) Bindegewebe das die einzelnen Muskelfasern umgibt. Das Endomysium ist für die Reissfestigkeit des Muskels verantwortlich. Viele Muskelfasern bilden einen Primärbündel (Durchmesser = 1 mm) .

Auch das Primärbündel ist von einem Bindegewebe umgeben, dem Perimysium.

Mehrere Primärbündel = Sekundärbündel bilden die makroskopisch sichtbare Faserung des Muskels. Der komplette Muskelstrang ist von einer Faszie umgeben, die auf der Innenseite ein  lockeres Bindegewbe, das Epimysium, besitzt.

Antikörper gegen Endomysium können bei der Gluten-sensitiven Enteropathie (s.a. Zöliakie) nachgewiesen werden. IgA-Antikörper wurden erstmals unter Verwendung eines Affen-Ösophagus nachgewiesen (Jäger L et al. 2001). Deshalb wurden sie auch als Primaten-Retikulin-Antikörper bezeichnet. Das entscheidende Antigen im Endomysium ist die Gewebs-Transglutaminase (tGA). Unter der Einwirkung der tGA entsteht durch Desamidierung des Glutens im Gliadin ein Epitop, der in besonderem Maße durch die DQ2-DQ8-positiven Zellen gebunden werden kann.   

 

Literatur
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  1. Jäger L et al. (2001) Nahrungsmittelallergien und – intoleranzen. Urban & Fischer Verlag München, Jena S 63

Verweisende Artikel (1)

Dermatitis herpetiformis;

Weiterführende Artikel (2)

Transglutaminasen; Zöliakie;
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