Avidität

Zuletzt aktualisiert am: 13.08.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Avidity

Definition

Avidität (von lat. avidus, „gierig“) bezeichnet die Stärke der Antigen-Antikörper-Bindung nach der Bildung des Antigen-Antikörper-Komplexes. Avidität setzt sich zusammen aus der Anzahl der Bindungsstellen sowie ihrer Affinität (Antikörpervalenz). Dabei ist es nicht relevant ob die Bindung spezifisch oder multispezifisch ist. Multispezifisch ist sie dann, wenn ein Antikörper mit verschiedenen Antigen-Determinanten reagiert (Kreuzreaktivität).

Wichtig ist die Bestimmung der Avidität zur Abklärung diagnostisch nicht-eindeutiger Fälle, wie z.B. Reaktivierungen, persistierende IgM-AK, polyklonale Stimulation. (Prince HE et al. 2014)

Monovalente Interaktionen haben eine niedrige, bivalente eine hohe und polyvalente eine sehr hohe Avidität. Niedrig-avide Antikörper liegen vor, wenn die im ELISA gemessene Extinktion durch die Harnstoff-Behandlung wesentlich verringert wird. Zur Objektivierung wird aus den Messwerten mit und ohne Harnstoff-Behandlung der relative Aviditätsindex (RAI) berechnet.

Literatur
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  1. Prince HE et al. (2014) Role of cytomegalovirus (CMV) IgG avidity testing in diagnosing primary CMV infection during pregnancy. Clin Vaccine Immunol 21:1377-1384.
  2. Suligoi B et al. (2017) HIV avidity index performance using a modified fourth-generation            immunoassay to detect recent HIV infections. Clin Chem Lab Med 55:2010-2019.

Weiterführende Artikel (1)

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