Ashman-Phänomen

Zuletzt aktualisiert am: 26.05.2020

Autor: Dr. med. S. Leah Schröder-Bergmann

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Synonym(e)

Long cycle – short cycle- sequence

Erstbeschreiber

Erstmals wurde das Ashman- Phänomen im Jahre 1910 von Lewis erwähnt. J. L. Gouaox und B. Ashman beschrieben dieses Phänomen 1947 ausführlich als sog. „long cycle – short cycle- sequence“ (Gertsch 2008 / Roskamm 1996).

 

Definition

Unter einem Ashman- Phänomen versteht man eine besondere Form der Aberration, die intermittierend auftreten kann. Im EKG findet sich nach einem verlängerten R- R- Intervall ein kurzes Intervall und der folgende Schlag wird mit Aberration geleitet, wobei häufiger das Bild eines Rechtsschenkelblocks (RSB) als das eines Linksschenkelblocks (LSB) auftritt (Gertsch 2008 / Roskamm 1996).

 

Vorkommen

Das Ashman- Phänomen tritt bei unterschiedlichen Arten von Vorhofarrhythmien auf. Am häufigsten findet man es bei Vorhofflimmern (Olshausen 1996).

 

Ätiologie

Das Ashman- Phänomen kommt durch eine Zunahme der Refraktärzeit des His- Purkinje- Systems und des Kammermyokards zustande, sobald die Herzfrequenz abnimmt bzw. die Zykluszeit zunimmt (Olshausen 1996).

Differentialdiagnose

Ventrikuläre Extrasystole (VES): Hierbei findet sich bei gleicher QRS- Konfiguration eine gleiche QRS- Breite. Im Anschluss an eine VES kommt es zu einer kompensatorischen Pause (Roskamm 1996). 

 

Literatur
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  1. Gertsch M (2008) Das EKG – Auf einen Blick und im Detail. Springer Medizin Verlag 569
  2. von Olshausen K (1996) EKG-Information: Grundlagen - Morphologische Interpretation - Klinische Syndrome – Rhythmusstörungen – Schrittmacher - EKG – EKG- Technik und Artefakte. Steinkopff Darmstadt Verlag 208
  3. Roskamm H et al. (1996) Herzkrankheiten: Pathophysiologie - Diagnostik – Therapie. Springer Verlag 503

Verweisende Artikel (2)

Tachykardiomyopathie; Vorhofflimmern;
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