Arousal

Zuletzt aktualisiert am: 23.01.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Arousal, ist die englische Bezeichnung für „Erregung“. Arousal wird in der Psychologie, Physiologie und Medizin (Schlafmedizin) verwendet und bezeichnet den Aktivierungsgrad des Zentralnervensystems, der Wachheit, Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft eines Organismus  bezeichnet.

Allgemeine Information

Ausgelöst wird der Aktivierungsmechanismus durch Impulse, die über Sinnes- oder Chemorezeptoren aufgenommen und an den Hirnstamm weitergeleitet werden. Auch der Blutspiegel des Hormons Adrenalin wirkt im Erregungsgeschehen mit. So werden Körpertemperatur, Herzfrequenz, Blutdruck, Magen-Darm-Tätigkeit und Schweißbildung gesteigert.  

Der Arousal ist mittels Elektroenzephalogramm (EEG) messbar und wird durch den Arousal-Index quantifiziert. So ist im Schlaf das Arousal-Niveau sehr niedrig. Bei Schmerzen, Angst, Ärger oder sexuellem Verlangen ist das Arousal-Niveau sehr hoch.

Der Zusammenhang zwischen Leistung und Arousal wird im Yerkes-Dodson-Gesetz von 1908 deutlich. Demnach können schwere Aufgaben bis zu einem gewissen Level von Arousal bewältigt werden. Mit zunehmendem Anstieg des Arousals sinkt die Leistungsfähigkeit jedoch wieder; bei anhaltendem Dauerstress kann es über Ermüdung und Erschöpfung bis zum Zusammenbruch kommen (Distress).

In der Schlafmedizin wird mit „Arousal“ eine Weckreaktion bezeichnet, mit der der Organismus auf eine Schlafapnoe (s.u. schlafbezogene Atmungsstörungen) reagiert. Diese Aufweckreaktion führt zur lebenswichtigen Wiederaufnahme der Atmung. Dabei wird der gesamte Körper aktiviert und reagiert mit Tachykardie, Hypertonie, Erhöhung des Muskeltonus. Weiterhin können Arousals durch externe Faktoren wie Licht, Lärm u.a. ausgelöst werden. Ebenso durch interne Stressoren.

Weiterführende Artikel (1)

Schlafbezogene Atmungsstörungen;
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