Angiotensin-2-Rezeptorblocker

Zuletzt aktualisiert am: 15.07.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Angiotensin-II-Rezeptorblocker; Angiotensin-Rezeptorblocker; Antagonists of angiotensin 2; ARB, AT1(Rezeptor) Antagonisten; AT1-Blocker; At1-Rezeptorblocker; AT-II-Blocker; Sartane

Wirkungen

Angiotensin-2-Rezeptorblocker führen zu einer nahezu kompletten Blockade der Angiotensin-II-Wirkung am Rezeptor. Sie hemmen auf diese Weise das Renin-Angiotensin-System (RAS) möglicherweise vollständiger als die ACE-Blocker.  Hinegen blockieren sie nicht den Bradikinin-Abbau, was möglicherweise erklärt, dass sie keinen trockenen Reizhusten auslösen.  

Angiotensin ist ein Hormon, das zu einer Gefäßverengung führt und einen Blutdruckanstieg verursacht. Seine Blockade führt zu einer Erweiterung der Gefäße. Außerdem hemmen Angiotensin-2-Rezeptorblocker die Freisetzung von Aldosteron.  

Unerwünschte Wirkungen

Trockener Husten (eher geringer als bei ACE-Hemmern), Geschmacksstörungen, Urtikaria, Juckreiz, Angioneurotisches Ödem (deutlich seltener als bei ACE-Hemmern). Die Verträglichkeit verschlechtert sich bei kombiniertem Einsatz  von ACE-Hemmern und AT-2-Blockern deutlich. 

Präparate

Aus der Gruppe der Angiotensin-2-Rezeptorblocker (AT-2-Blocker) sind folgende Präparate zur Therapie der Herzinsuffizienz zugelassen, teilweise auch in Kombination mit ACE-Hemmern.

  • Losartan (Lorzaar®)
  • Valsartan (Diovan®, Provas®)
  • Candesartan (Blopress®)
  • Azilsartan (Edarbi®)
  • Telmisarta (Micardis®, Kinzalmono)

Leitlinien stimmen weitgehend darin überein, dass AT-2-Blocker bei Unverträglichkeit von ACE-Hemmern als Ersatz infrage kommen. Indikationen:  Chronische Herzinsuffizienz, Linksventrikuläre Dysfunktion nach akutem Herzinfarkt, Arterielle Hypertonie.

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