Rivaroxaban

Zuletzt aktualisiert am: 04.11.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Antikoagulanz. Substanz aus der Gruppe der Oxazolidinone; Rivaroxaban ist ein oral einzunehmender, einmal täglich zu dosierender, direkter Faktor Xa-Inhibitor (Handelsnamen Xarelto), der zur Prophylaxe und Therapie venöser Thromboembolien bei erwachsenen Patienten zugelassen ist.

Anwendungsgebiet/Verwendung

In der Rocket-AF-Studie, deren Ergebnisse 2010 auf der Jahrestagung der American-Heart-Association vorgestellt wurden, war Rivaroxaban nicht schwächer wirksam als Warfarin (entspricht dem in Deutschland bekannterem Marcumar) in der Prävention von Schlaganfällen und peripheren Embolien. Die Rate von Blutungen und anderen Nebenwirkungen war gleich. Unter Rivaroxaban traten weniger intrakranielle Blutungen auf.

Dosierung

Die Dosierung für die symptomatische venöse Thromboembolie beträgt anfänglich 15mg p.o.2x/Tag über 3 Wochen und 20 mg als Erhaltungsdosis. Verglichen mit subkutan verabfolgtem Enoxoparin konnte keine Überlegenheit von Enoxoparin nachgewiesen werden (EINSTEIN -Studie).

Literatur
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  1. EINSTEIN Investigators (2011) Oral Rivaroxaban for symptomatic venous thromboembolism. N Engl J Med 363: 2499-2510
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