Prothrombin

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Faktor II

Definition

Prothrombin (Faktor II) ist ein Enzym, das in der Leber synthetisiert wird und Vitamin-K-abhängig ist.

Die Biosynthese des Prothrombins erfolgt aus einer Peptid-Einzelkette. Das Prothrombin hat ein Molekulargewicht von 69.000 D. In der Elektrophorese ist es in der alpha-2- oder in der beta-Fraktion nachweisbar. Es trägt 10 Ca++-Bindungsstellen pro Molekül, an die die Prothrombinase bindet. Die Plasmakonzentration beträgt 10-15 mg/dI. Prothrombin ist auch in der Lymphe und extravasal nachweisbar.

Die Halbwertszeit des Faktors II beträgt 41-72 Stunden. Das Prothrombin wird durch den Prothrombinasekomplex (F-Xa, Phospholipide, Ca++, Faktor Va) zu Thrombin (Faktor IIa) aktiviert.
Die Prothrombinfragmente sind ein Maß für die Thrombinbildung und damit auch für die Aktivität des Gerinnungssystems.

Die Prothrombin-Konzentration wird in Prozent angegeben (normal ca. 100%). Prothrombin ist nach Gabe von Vitamin K, unter Ovulationshemmern, im Rahmen von Hyperlipidämien und in der frühen Phase der Verbrauchskoagulopathie erhöht.

 

Literatur
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  1. HA Neumann (2014) Das Gerinnungssystem. ABW-Wissenschaftsverlag GmbH Berlin S. 50f.
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