Faktor XI

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Plasmathrombinplastin-Antecedent (PTA); Rosenthal-Faktor

Definition

Der Faktor XI, oder auch F-XI, ist ein gamma-Globulin mit einem Molekulargewicht von 140.000 - 160.000 D und besteht aus zwei identischen Ketten, die durch Disulfidbindungen mit einander verbunden sind. Im Plasma zirkuliert der F-XI als Komplex mit dem hochmolekularen Kininogen (HMWK). Die Plasmakonzentration liegt bei 2-7 ug/ml. Der Faktor XIa aktiviert im intrinsischen System F-IX zu F-IXa.

Allgemeine Information

Rosenthal beschrieb diesen Faktor im Jahr 1952. Er entdeckte ihn, als er das Plasma von zwei Geschwistern untersuchte, die eine nicht sehr ausgeprägte hämorrhagische Diathese aufwiesen. Dieser Defekt wurde häufig bei Japanern und bei aschkenasischen Juden gefunden. Grundlage ist ein autosomaler Defekt, der von beiden Eltern vererbt wird.

 

Literatur
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  1. HA Neumann (2014) Das Gerinnungssystem. ABW-Wissenschaftsverlag GmbH Berlin S. 64.
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