Argatroban

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Synthetischer, direkter Thrombininhibitor.

Halbwertzeit

39 Minuten

Indikation

Zur antikoagulativen Behandlung heparininduzierter Thrombozytopenien (Typ II).

Schwangerschaft/Stillzeit

Strengste Indikationsstellung während der Schwangerschaft (erhöhte Blutungsneigung). Während der Behandlung sollte nicht gestillt werden. Derzeit insgesamt nur unzureichende Datenlage!

Dosierung und Art der Anwendung

Initial 0,5-2 µg/kg KG/Min. i.v., regelmäßige Laborkontrollen!

Unerwünschte Wirkungen

  • Häufig: Gefäßerkrankungen (z.B. Blutungen), Nausea, Erkrankungen der Haut (z.B. Purpura).
  • Gelegentlich: Herzerkrankungen (z.B. Tachykardie, Hypertonie), Leber- und Gallenerkrankungen, Skelettmuskulatur- und Knochenerkrankungen, Bindegewebserkrankungen, Harnwegs- und Nierenerkrankungen, allemeine Beschwerden (z.B. Pyrexie), Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, Erkrankunge der Atemwege, Brustraums und Mediastinums, Erkrankungen der Haut (z.B. Urtikaria, Alopezie).

Wechselwirkungen

Keine gemeinsame Anwendung von Antikoagulantien!

Kontraindikation

Schwere Lebererkrankungen, unkontrollierbare Blutungsneigung, Überempfindlichkeiten gegenüber Bestandteile der Infusion. Keine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahre.

Präparate

Argatra

Literatur
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  1. Lewis BE et al. (2003) Argatroban anticoagulation in patients with heparin-induced thrombocytopenia. Arch Intern Med 163: 1849-1856

Verweisende Artikel (1)

Proteaseinhibitoren;
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