Xenobiotika

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Xenobiotika (xenos = fremd, andersartig), englisch xenobiotics bezeichnet anthropogene (vom Menschen geschaffene z.B: Kunststoffe) Fremdstoffe, die nicht natürlich gebildet und somit in biologischen Systemen kreislauffremd sind. Xenobiotika sind häufig biologisch nur schwer oder gar nicht abbaubar. Sie können u. U. eine toxische Wirkung entfalten. Für den menschlichen Organismus, auch für das Organ Haut, als biochemische und molekulare Barriere, spielt das Glutathion-Detoxikationssystem eine besondere Rolle für den Abbau von Xenobiotika. Zu dem Glutathion-Detoxikationssystem gehören Cytein, Glutathionsynthetasen, reduziertes Glutathion, Glutathion-S-Transferasen sowie Glutathionperoxidasen und Glutathionreduktasen. Das „Glutathione Defense-System“ spielt bspw. auch bei Insekten eine große Rolle um Xenobiotika zu inaktivieren, z.B bei der Resistenzentwicklung gegen Insektizide. Ebenso sind Keratinozyten in der Lage, über dieses Sstem z.B. Kampfgase unschädlich zu machen.

Literatur
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  1. Rietz A (2012) Hautschutzmoleküle-Quo vadis? Von der Chemoprävention bis hin zur kulturell geprägten Dermatoästhetik. Akt Dermatol 38: 167-172

Verweisende Artikel (1)

Glutathion-S-Transferasen ;

Weiterführende Artikel (1)

Glutathion-S-Transferasen ;
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