WIRA

Zuletzt aktualisiert am: 30.01.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Wassergefilterte Infrarot-A-Strahlung. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Wärmestrahlug mit hohem Eindringsverfmögen in das Gewebe und geringer thermischer Belastung.  

Allgemeine Definition

Derzeit noch experimentelles Verfahren für die schmerzlose Therapie von Warzen. Bestrahlungsgerät: Z.B. Hydrosun-Strahler. Die wassergefilterte Infrarot-A-Strahlung (wiRA) zeigt die selben Absorptionsbanden wie die spektrale solare Bestrahlungsstärke im Infrarot-Bereich. Beide Strahlungen können die Subkutis erreichen um in ihr absorbiert zu werden.      

Wirkungen

Lokale Hyperthermie; Steigerung der Ferritin-Konzentration in Fibroblastenkulturen. Ferritin spielt eine Rolle in der Immunabwehr der Haut. Anstieg der ATP-Synthese. Erhöhung des Sauerstoffpartialdrucks.

Indikation

Behandlung von Viruswarzen. Gute Erfahrungen auch in der Therapie von chronischen Wunden und Raynaud-Syndrom. 

Durchführung

Warzen: 2-3 Sitzungen pro Woche: Abstand 25-30 cm von dem zu behandelnden Areal.

Bei chronischen Wunden und Raynaud-Syndrom werden tägliche Anwendungen von mindestens 90 Minuten Dauer empfohlen. 

Kontraindikation

Akute EntzündungLichtdermatosen (PorphyrieLupus erythematodes), Einnahme photosensibilisierender oder -toxischer Medikamente, akute PhlebothromboseVarikosis, Lymphödem, Infekte, Betablocker.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Elsner P (2003) New procedure set on special infrared light. Warts painlessly irradiated off? MMW Fortschr Med 145: 18
  2. Hoffmann G er al (2016) Heat for wounds - water-filtered Infrared A for wound Headline - a Review. GMS 14: 1-22
  3. Piazena H et al. (2014) Physikalische und photobiologische Grundlagen prophylaktischer und therapeutischer Infrarotanwendungen. Akt Dermatol 40:335-339

Verweisende Artikel (1)

Infrarot-Strahlen;
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