Vinblastin

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Zytostatikum, Vinkaalkaloid.

Halbwertzeit

25 h

Wirkungen

Hemmung der intrazellulären Tubulinsynthese. Arretierung der Zellen in der Metaphase der Mitose. Störung der DNA- und RNA-Synthese. Induktion von Apoptose.

Indikation

M. Hodgkin, Mycosis fungoides, Hoden-Karzinom, malignes Melanom, Kaposi-Sarkom.

Merke! Während der Therapie und bis zu 6 Monaten danach ist eine effektive Kontrazeption durchzuführen.

Dosierung und Art der Anwendung

3,7 mg/m2 KO/Tag i.v. alle 1–2 Wochen oder in Polychemotherapien 6–8 mg/m2 KO/Tag für 1–2 Tage alle 3–4 Wochen.

Unerwünschte Wirkungen

BB-Veränderungen, gastrointestinale Störungen, Subileus, Leber- oder Nierenschäden, Hyperurikämie, Alopezie (s. Alopecia medicamentosa), Dermatitis, Stomatitis, Erythrodermie, neurotoxische Störungen, Störungen der Spermiogenese und Ovulation. Sehr selten Atemnot oder Atmungsstörungen.

Wechselwirkungen

Bei Gabe myelotoxischer Substanzen wird die Knochenmarkstoxizität erhöht, die blutzuckersenkende Wirkung oraler Antidiabetika wird verstärkt.

Kontraindikation

Schwangerschaft, Stillzeit, akute Infektionen, schwere Knochenmarksdepression.

Präparate

Vinblastin 10 Hexal
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