Verätzung T30.4

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Definition

Hautschädigung durch Kontakt mit chemischen Noxen, z.B. Säuren oder Alkalien. Säuren verursachen eine Koagulationsnekrose, makroskopisch zeigt sich harter Schorf. Alkalien führen zur Kolliquationsnekrose, makroskopisch imponiert die schmierige Auflösung der Haut, s.a. Vogelauge.

Klinisches Bild

  • Bei oberflächlichen Verätzungen zeigen sich flächige, auf die Kontaminationsstelle und deren Umgebung begrenzte rote Flecken, ggf. auch Erosionen.
  • Bei tiefer gehenden Schädigungen imponieren unscharf begrenzte Erosionen oder Ulzerationen auf roter, entzündlich veränderter Umgebung. Die Erosionen oder Ulzerationen können krustenbedeckt ("Ätzschorf") oder nekrotisch verändert sein. Ätzschorfe durch Säuren sind pergamentartig, scharf begrenzt, mit wenig Begleitentzündung und entzündlich verändertem Infiltrat. Läsionen durch Laugen oder Alkalien zeigen einen weicheren Schorf, sind unscharf begrenzt und werden häufiger von randständigen Ödemen und Verfärbungen (verschiedene Hämoglobinabaustufen) begleitet. Es finden sich zum Teil Abrinnspuren. Häufig neigen Verätzungen zu sekundären Infektionen und narbigen Abheilungen. Die Narben neigen zu Hypertrophien oder keloidartigen Wucherungen, Ulzerationen und seltener auch zur malignen Entartung.

Externe Therapie

Interne Therapie

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014