VDRL

Zuletzt aktualisiert am: 14.10.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Der VDRL (Venereal Disease Research Laboratory) ist ein unspezifischer Cardiolipin-Mikroflockungstest zum Nachweis von (Auto-) Antikörpern gegen Phospholipide der Mitochondrienmembran (Cardiolipin). Cardiolipin ist in Treponema pallidium, auch in anderen Mirkoorganismen enthalten. Weiterhin auch in versch. Organextrakten (unspezifisch).  aufgrund der Kreuzreaktion mit Phospholipiden (Cardiolipin) (s. Phospholipid-Antikörper). Bei Vorhandensein der Antikörper kommt es zur Präzipitation (Flockungsreaktion) von Cardiolipin. Falsch positive Ergebnisse sind bei Autoimmunkrankheiten (Phospholipid-Antikörpersyndrom, SLE), akuten oder chronischen Infektionen (Lepra), Neoplasmen anzutreffen.

Verwendung: Die Quantifizierung (Titrierung) des VDRL ist ein guter Parameter für die Therapiebedürftigkeit einer Syphilis. Insofern hat dieser Test auch weiterhin eine klinsiche Bedetung (s.a. Syphilisserologie).

VDRL wird 4-6 Wochen (!) nach der Infektion positiv (Titer >1:4). Test ist demnach bei Auftreten des Primäraffektes noch negativ. Der Test wird Monate nach erfolgreicher Therapie wieder negativ.  

Verweisende Artikel (2)

Lymphogranuloma venereum; Syphilisserologie;
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