Urticae radix

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Brennnesselwurzel; Radix Urticae

Definition

Urticae radix, auch Radix Urticae, die Brennnesselwurzel ist eine Zubereitung aus den ganzen, geschnittenen oder zu Pulver verarbeiteten Rhizomen oder Wurzeln der Arten Urtica dioica bzw. Urtica urens (kleine Brennnessel). Die Droge ist monographiert durch die Kommission E sowie durch HMPC und ESCOP.   
 

Inhaltsstoffe

Beta-Sitosterol und –glucosid (Phytohormon s.u. Sterine) sowie weitere Sterole (Sterine) in freier und glykosidischer Form, Scopoletin, Cumarin, Lignane, Lektine und Polysaccharide.
 

Wirkungen

Erhöhung des Miktionsvolumen, Erniedrigung der Restharnmenge, antiinflammatorisch, immunmodulierend. 
 

Anwendungsgebiet/Verwendung

Indikation (nach Vorgaben der Kommission E): Miktionsbeschwerden bei Prostataadenom (Stadium I-II) – Prostatakarzinom ist auszuschließen.

Dosierung

Anwendung: Zerkleinerte Droge zur Teebereitung, Fluid-und Trockenextrakte zur oralen Anwendung.
 

Dosierung

Zerkleinerte Droge zu Teezubereitungen; 1,5g Droge als Teezubereitung 3-4x/Tag.
 

Kontraindikation

Überempfindlichkeiten gegen die Wirkstoffe
 

Hinweis(e)

Wer die Heilpflanze einnehmen möchte, sollte dies mit dem behandelnden Urologen abklären. Teezubeitungen eignen sich in dieser Indikation weniger, da die Inhaltsstoffe zu gering aufkonzentriert sind. Positiv scheint sich eine Kombination mit Sägepalmenfrüchten auszuwirken.
 

Verweisende Artikel (2)

Brennnesselwurzel; Frischpflanzenpresssaft;

Weiterführende Artikel (1)

Sterine;
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