Triclosan

Zuletzt aktualisiert am: 01.04.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

2% Triclosan-Creme; Triclosan-Creme 2%

Definition

Lipophiles Chlorphenol-Derivat, das als gut verträgliches antiseptisches Dermatikum zunehmend Verwendung findet. S.a.u. Antiseptikum. Untersuchungen deuten daraufhin, dass Triclosan eine Fibrose der Leber hervorrufen kann.

Wirkungsspektrum

Wirksam gegen grampositive und gramnegative Bakterien. Nicht wirksam gegen Pseudomonas aeruginosa.

Indikation

Pyodermien oder bakteriell überlagerte Ekzeme.

Komplikation(en)

Triclosan penetriert die Haut, insbesondere die läsionale Haut, so dass bei großflächiger Anwendung systemische, unerwünschte Arzneimittelreaktionen möglich sind.

Dosierung und Art der Anwendung

1-2mal/Tag dünn auftragen u. sanft einreiben.

Normkonzentration

0,1–3% Lösung; 2% in lipophiler Cremegrundlage.

Unerwünschte Wirkungen

Allergische Kontaktreaktionen.

Inkompatibilität

Wechselwirkungen phenolischer Stoffe mit hydrophilen Cremes und Emulsionen sind grundsätzlich möglich. Als phenolischer Wirkstoff zeigt Triclosan Unverträglichkeiten mit nichtionischen Tensiden vom Polyethylenglykol-Typ.

Merke! Eine derartige Inkompatibilität besteht z.B. mit Ungt. Cordes.

Rezeptur(en)

Präparate

Sicorten Plus Creme (Kombination mit Halometason), Rutisept extra Flüssigkeit

Hinweis(e)

  • Die 2% hydrophobe Triclosan Creme (NRF 11.122) wird in der Apotheke i.A. mit Kaliumsorbat konserviert.
  • Triclosan hat bei pH 5 eine optimale bakterizide Wirkung
  • Ein 1% Zusatz von Triclosan zu Advantan-Creme ist möglich, die Salbe ist nach Herstellung 6 Wochen haltbar.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Yang YS et al. (2015)  Evaluation of toxicity to triclosan in rats following 28 days of exposure to aerosol inhalation. Regul Toxicol Pharmacol 71:259-268

 

 

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