Trichilemmales Karzinom C44.L

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

malignes Tricholemmom; Trichilemmom malignes; Tricholemmales Karzinom

Erstbeschreiber

Headington, 1976

Definition

Seltenes, niedrig malignes, von den Haarfollikeln ausgehendes Karzinom, das histologisch Tricholemmom-Strukturen nachahmt, s.a. Haarfollikeltumor.

Manifestation

Im höheren Lebensalter auftretend.

Lokalisation

In chronisch lichtexponierten Arealen (Gesicht, Ohr, Hals) lokalisiert.

Klinisches Bild

Uncharakteristisch: Relativ rasch wachsender, 0,5–2 cm großer, erosiv-nässender oder mit Krusten belegter, exophytischer Tumor.

Histologie

Infiltrierend und destruierend wachsender Tumor von lobulärem, meist gut abzugrenzendem Aufbau aus unterschiedlich großen, hellen, optisch leeren Zellen mit chromatindichten Kernen. Erhebliche Zell- und Kernpolymorphie, atypische Mitosen. Gelegentlich abortive Haarbildung.

Therapie

Operative Entfernung im Gesunden (Sicherheitsabstand etwa 3 mm).

Verlauf/Prognose

Günstig: Langzeitig ausschließlich lokales Wachstum, sehr selten Metastasierung in die regionalen Lymphknoten.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Headington JT (1976) Tumors of the hair follicle. A review. Am J Pathol 85: 481-514
  2. Misago N et al. (2002) Tricholemmal carcinoma in continuity with trichoblastoma within nevus sebaceus. Am J Dermatopathol 24: 149-155
  3. Schell H et al. (1986) Tricholemmales Karzinom. Hautarzt 37: 384–38
  4. Van Zele D et al. (2002) Invasive tricholemmal carcinoma of the nose. Dermatology 204: 315-317

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017