Trapezlappenplastik

Zuletzt aktualisiert am: 19.01.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Abgewinkelter transversaler Verschiebelappen; Trapezoid flap

Definition

Nahplastik der Haut mit trapezförmiger Lappenbildung zur Deckung eines keilförmigen oder runden Defektes.

Allgemeine Information

  • Anders als bei der U-Verschiebelappenplastik verläuft die Schnittführung der Lappenseiten nicht parallel sondern zur Lappenbasis trapezförmig divergierend. Zwei gegenüberliegende Entlastungsdreiecke befinden sich an der Basis. Zur Deckung wird das Lappenende in den trapezförmigen Defekt verschoben. Auch seitliche Verschiebungen des Trapezlappens, z.B. in einen keilförmigen Defekt sind möglich.
  • Im Unterschied zur Rotationslappenplastik nach Imre wird die von der kurzen Basis des Exzisionsdreiecks ausgehende Schnittrichtung nach lateral nicht bogenförmig sondern transversal fortgesetzt. Am Ende der Inzisionslinie führt man den Schnitt recht- oder stumpfwinklig nach caudal, um einen U- oder trapezförmigen Lappen zu bilden, der nach der Unterminierung in den Defekt spannungsfrei zu tansponieren ist. Dabei lässt sich das Ausmaß der Lappendrehung vermindern, wodurch sich die maximale Spannkraft innerhalb des Lappens sowie die Gefahr einer Lappenspitzennekrose verringert. Zusätzlich kann ein kontralaterales Entlastungsdreieck (von Burow) ausgeschnitten werden, das in seiner Größe nicht mehr als ein Drittel des Primärdefektes entsprechen sollte.
  • Indikationen: Diese Technik eignet sich besonders gut zur Defektdeckung im Wangenbereich und an der Nasenseite.

Literatur
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  1. Schulz H (1988) Operative Dermatologie im Gesicht. Praxisfähige Eingriffe. Diesbach, Berlin
  2. Petres J, Rompel R, Robins P (1996) Dermatologic surgery. Textbook and atlas. Springer, New York Heidelberg
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