Tinea manuum B35.2

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Epidermophytia manus; Handmykose; Mykose der Hände; Pilzerkrankung der Hände; Tinea manis

Definition

Tinea der Hände.

Erreger

Vor allem Trichophyton rubrum (ca. 80%), Trichophyton mentagrophytes (ca. 10%), auch Epidermophyton floccosum (ca. 4%); seltener zoophile (z.B. Microsporum canis) oder geophile Pilze ( Microsporum gypseum).

Ätiopathogenese

Meist Autoinokulation bei gleichzeitig bestehender Tinea pedum und Tinea unguium.

Manifestation

Vor allem bei Erwachsenen auftretend.

Lokalisation

Einseitig, asymmetrisch. Erst bei längerem Bestand Übergreifen auf die andere Hand.

Klinisches Bild

  • Hand- und Fingerrücken: Entsprechend der Tinea corporis. Interdigital: Tinea pedum, intertriginöser Typ.
  • Palmae: Tinea manuum, dyshidrosiformer Typ (juckende, sagokornähnlicher Bläschen in den Palmae) bzw. hyperkeratotisch-rhagadiformer Typ (fest haftende Schuppung und schmerzhafte Rhagaden).

Diagnose

Pilznachweis in Nativpräparat und Kultur. S.a.u. Mykosen.

Therapie

Hinweis(e)

Nicht ganz selten wird eine Tinea manuum (v.a. bei Immunsuppression) von einer Tinea barbae begleitet, oder die Tinea barbae indiziert die Tinea manuum.

Literatur
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  1. Seebacher C et al. (2007) Onychomycosis. J Dtsch Dermatol Ges 5: 61-66
  2. Seebacher C et al. (2005) Tinea der freien Haut. J Dtsch Dermatol Ges 11: 921-926

Disclaimer

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