Tetanus A35.x

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Wundstarrkrampf

Definition

Krampfhafte Muskelstarre, bedingt durch das Toxin von Clostridium tetani.

Vorkommen/Epidemiologie

Weltweit verbreitet; 300.000-500.000 Erkrankungen/Jahr.

Ätiopathogenese

Inokulation der Sporen durch eine offene Wunde. Umwandlung in die vegetative Erregerform unter anaeroben Bedingungen mit Toxinbildung. Ausbreitung des Toxins zentripetal entlang der Nerven.

Klinisches Bild

Inkubationszeit meist 2 bis 15 Tage. Uncharakteristisches Prodromalstadium. Hartspann der Massetermuskulatur (Trismus), seitlich verzogene Mundwinkel (Risus sardonicus), Nackensteife, Opisthotonus, Bauchdeckenspannung.

Therapie

Wundexzision. Hyperimmunglobulin (Tetagam) initial 10.000 IE i.m., dann 3.000-6.000 IE/Tag. Krampfprophylaxe- und Kupierung, intensivmedizinische Betreuung.

Verlauf/Prognose

Letalität 50%.

Prophylaxe

Lege artis durchgeführte Wundversorgung. Aktive und passive Tetanus-Impfung: Tetagam 250 IE i.m. und Tetanol 0,5 ml i.m. gleichzeitig an kontralateralen Körperstellen.

Merke! Impfschutz lebenslang aufrecht erhalten.

Literatur
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  1. Babu TA et al. (2015)  Gianotti-Crosti Syndrome following immunization in an 18 months old child. Indian Dermatol Online J 6:413-415
  2. Thwaites CL et al. (2015)  Eradication of tetanus. Br Med Bull 116:69-77

 

Disclaimer

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