Teleangiektasie I78.8

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

Besenreiser

Erstbeschreiber

Der Begriff wurde erstamsl von Graf im Jahre 1807 verwendet.

Definition

Mit bloßem Auge erkennbare, permanent dilatierte Hautkapillaren mit einem Durchmesser von =/<  0,1 cm. Teleangiektasien sind aus etwa 2 m Entfernung mit bloßem Auge noch erkennbar.

Teleangiektasien verschwinden unter einem mäßigen Glasspateldruck. Sie werden zusammen mit retikulären Varizen (>0,2cm), bei Lokalisation an der unteren Extremität, in der CEAP-Klassifikation unter C1 (Klinik) als Zeichen einer frühen kutanen Varikose aufgeführt.     

Teleangiektasien können lokalisiert,  disseminiert oder systematisiert auftreten.

Einteilung

Fünf klinische Formen werden unterschieden:

  • Lineare oder sinusartige Teleangiektasie
  • Einfach verzweigte Teleangiektasie
  • Netzförmig verzweigte Teleangiektasie
  • Punktförmige Teleangiektasie
  • Naevus araneus (Spider naevus) mit zentral pulsierendem Gefäß.

Ätiopathogenese

Teleangiektasien treten: 

im Rahmen kongenitaler Naevi (primäre Teleangiektasien) oder

sekundär erworben idiopathisch ohne erkennbare Ursache oder

monitorisch bei Systemerkrankungen oder  

reaktiv bei primär kutanen Erkrankungen auf.

Klinisches Bild

Erkrankungen die durch Teleangiektasien gekennzeichnet sind:

Therapie

Bei kosmetischer Störung Laser-Behandlung mit Argon-Laser oder gepulstem Farbstoff-Laser. Alternativ Verödungstherapie mit Polidocanol-haltigen Sklerosierungsmitteln (s.u. Sklerosierung), Stichelung mit Diathermienadel. Ggf. auch abdeckende Maßnahmen ( Camouflage wie z.B. mit Dermacolor). Wichtig ist ferner konsequenter Lichtschutz, s.a. Lichtschutzmittel (z.B. mit Anthelios, ROC Sonnenschutz, Contralum ultra).

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Allegra C et al (Union of Phlebology Working Group) (2003) The "C" of CEAP: suggested definitions and refinements: an International Union of
    Phlebology conference of experts. J Vasc Surg 37:129-131.
     
  2. Pannier F et al. (2010) Kutane Varikse. In: T Noppeney, H Nüllen Diagnostik und Therapie der Varikose. Springer Medizin Verlag Heidelberg S 150 -153

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017