Teer-Akne L70.8

Zuletzt aktualisiert am: 24.02.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Acne picea; Akne; Folliculitis picea; Teerakne

Definition

In der Regel durch beruflichen Kontakt mit Teeren, insbesondere Steinkohlenteer, getriggerte Akne. Zu der komedogenen Wirkung der Teere kann eine phototoxische Komponente bei UV-Exposition hinzukommen.

Vorkommen/Epidemiologie

V.a. Straßenarbeiter, Dachdecker.

Klinisches Bild

Schwarze Follikelhyperkeratosen und Follikulitiden, v.a. im Bereich der Unterarm- und Oberschenkelstreckseiten.

Therapie allgemein

Absetzen/Meiden des auslösenden Kontaktstoffes.

Externe Therapie

Sorgfältige milde Hautreinigung, bei Vorherrschen von Komedonen Keratolyse mit z.B. Benzoylperoxid (Aknefug-oxid), Isotretinoin (z.B. Aknenormin) oder Tretinoin (Cordes VAS) extern oder mechanische Schleifung, ggf. operative Schleifung ( Dermabrasio), auch Aknetoilette, s.u. Acne vulgaris.

Interne Therapie

Bei ausgeprägter entzündlicher Komponente mit Vorherrschen von Papeln und Pusteln, ggf. Minocyclin 100 mg/Tag; s.u. Acne vulgaris. Bei therapieresistenten Fällen ist eine systemische Isotretinoin-Therapie in Erwägung zu ziehen.

Disclaimer

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