Tanapocken B08.8

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Yaba-like disease

Definition

Milde fieberhafte Erkrankung, ausgelöst durch das Tanapocken-Virus.

Erreger

Tanapox-Virus, zur Pockenviren-Familie gehörend. Keine Verwandtschaft zu den Orthopoxviridae. Biozkylus zwischen Affen und Mücken. Kontaktinfektion beim Menschen ist möglich.

Vorkommen/Epidemiologie

V.a. in Kenia, Kongo und Nigeria auftretend.

Klinisches Bild

  • Allgemein: Inkubationszeit: 2-24 Tage. Anschließend Fieber für 2-4 Tage, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Husten, Lymphadenopathie.
  • Integument: Meist 2-10 akut auftretende, vorwiegend an den Extremitäten lokalisierte, papulöse und/oder vesikulopustulöse Hautveränderungen. Zunächst wird eine kleine rote Macula sichtbar, die zentral zunehmend erhabener wird und in eine Plaque übergeht. Das Zentrum der Papel/Plaque wird nekrotisch. Ca. 1 Woche nach Sichtbarwerden der initialen Macula ist die Plaque ca. 10-15 mm groß. Es zeigen sich ein Umgebungserythem und Umgebungsödem. Mit zunehmender Dauer zerfallen die Plaques und beginnen zu ulzerieren (meist stimuliert durch Kratzartefakte) oder nehmen an Festigkeit und Konsistenz zu, bis ca. 20 mm durchmessende, rote Knoten entstanden sind. Narbige Spontanabheilung der Knoten über 6-8 Wochen unter Bildung typischer "Pockennarben". Bei Ulzeration häufig sekundäre Impetiginisation.

Therapie

Symptomatisch. Ggf. Therapie des Pruritus. Ggf. antibiotische Therapie von Sekundärinfektionen.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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