Talgdrüsenhyperplasie neonatale L73.9

Zuletzt aktualisiert am: 21.10.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Neonatale Talgdrüsenhyperplasie; Talgdrüsenhyperplasie des Säuglings

Definition

Seboglanduläre Proliferationsstörung mit Bildung 2-5 mm großer, gelber Papeln und Seborrhoe.

Vorkommen/Epidemiologie

Bei mehr als 50% der Neugeborenen vorhanden. Die Prävalenz korreliert mit dem Reifegrad, somit bei Frühgeborenen seltener auftretend.

Ätiopathogenese

Stimulation der Talgdrüsenfollikel durch maternale Androgene. Aufgrund anhaltener androgener Stimuli ist die Talgdrüsenhyperplasie bei gestillten Kindern häufiger und länger anhaltend. Sie klingt in der Regel nach 4-6 Monaten ab.

Lokalisation

V.a. zentrofazial lokalisiert, bevorzugt an Nasenrücken, Stirn oder Wangen.

Klinisches Bild

Vereinzelt stehende oder disseminierte Aussaat dicht aggregierter, 0,2-0,5cm großer, hautfarbener oder gelblich-rötlicher, zentral leicht eingedellter Papeln. Meist begleitende Seborrhö (Seborrhoea oleosa). 

Differentialdiagnose

Milien: keine zentrofaziale Betonung; rundlich mit fester Konsistenz

Acne infantum: zentrofaziale Betonung; entzündlich; Pustelbildung  

Pityrosporumfollikulitis des Säuglings: akut auftretende follikuläre Pusteln, Gesicht, Nacken, Kapillitium  

Therapie

Behandlung nicht erforderlich.

Literatur
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  1. Kaufmann R (1987) Diffuse (präsenile) Talgdrüsenhyperplasie, eine neue Entität? Hautarzt 38: 31-35
  2. Zouboulis C et al. (2003) Ciclosporin A - induced sebaceous glands hyperplasia. Br J Dermatol 149: 198-200

Verweisende Artikel (1)

Milien des Säuglings;

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