Talgdrüsenhyperplasie diffuse präsenile D23.L

Zuletzt aktualisiert am: 14.03.2015

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Seboglanduläre Proliferationsstörung mit Bildung 2–5 mm großer, gelber Papeln und Seborrhoe.

Manifestation

Im jüngeren bis mittleren Lebensalter auftretend, fast ausschließlich bei Männern. Auch bei Organtransplantierten unter Immunsuppression mit Ciclosporin A auftretend.

Lokalisation

Gesicht, Hals, oberer Thorax.

Klinisches Bild

Vereinzelt stehende oder disseminierte Aussaat dicht aggregierter, benigner, 2-5 mm großer, hautfarbener oder gelblich-rötlicher, zentral leicht eingedellter Papeln. Seborrhoea oleosa.

Differentialdiagnose

Senile Talgdrüsenhyperplasie; funktionelle familiäre Talgdrüsenhyperplasie.

Externe Therapie

Langfristige Therapie mit tretinoinhaltigen Externa (z.B. Cordes VAS Creme oder Gel, z.B. Airol Lösung 0,05%).

Interne Therapie

In ausgedehnten Fällen ggf. Isotretinoin (z.B. Isotretinoin-ratiopharm; Aknenormin). Initial sebosuppressive Dosis von 0,5 mg/kg KG/Tag, später Reduktion auf 0,3-0,1 mg/kg KG/Tag. Eine Erhaltungsdosis von 20 mg/Tag ist meist ausreichend.

Cave! Antikonzeption bei Frauen im gebärfähigen Alter; regelmäßige Laborkontrollen!

Operative Therapie

Elektrokauterisierung mit spitzer Nadel, Laser-Therapie (Erbium-YAG-Laser, CO2-Laser) oder Kryochirurgie.

Prophylaxe

Konsequenter Lichtschutz mit textilen sowie chemisch/physikalischen Lichtschutzmitteln (z.B. Anthelios).

Literatur
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  1. Kaufmann R (1987) Diffuse (präsenile) Talgdrüsenhyperplasie, eine neue Entität? Hautarzt 38: 31–35
  2. Zouboulis C et al. (2003) Ciclosporin A - induced sebaceous glands hyperplasia. Br J Dermatol 149: 198-200

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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