Stress, oxidativer

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

ROS

Definition

  • Stoffwechsellage, bei der eine das physiologische Maß überschreitende Menge an reaktiven Sauerstoffverbindungen gebildet wird (ROS). Reaktive Sauerstoffverbindungen ("reactive oxygen spezies") sind z.B.:
    • Superoxid-Anionenradikal O2-
    • Wasserstoffperoxid (H2O2)
    • Hydroxylradikal OH-
  • ROS entstehen im Rahmen von Stoffwechselvorgängen der mitochondrialen Elektronentransportkette und Zytochrom P50-Oxidasen.
  • Zu den Folgen des oxidativen Stresses gehören:
    • Störungen der Lipidperoxidation (wichtig für den Aufbau der Zellmembranen)
    • oxidative Proteinmodifikationen
    • Schädigung der DNA.

Hinweis(e)

Der Einfluss reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) scheint in der Pathogenese verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, Chorea Huntington, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) eine Rolle zu spielen. Ebenso bei versch. Herz-Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose oder koronare Herzkrankheiten, da die Oxidation von LDL in den Endothelzellen für die Initiierung der arteriosklerotischen Plaquebildung als bedeutsam gesehen wird. Nutzen und Effekt von Antioxidantien sind allerdings in der Therapie umstritten.

Literatur
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  1. Seiler A et al. (2008) Glutathione Peroxidase 4 Senses and Translates Oxidative Stress into 12/15-Lipoxygenase Dependent- and AIF-Mediated Cell Death. Cell Metabolism 8: 237-248

Verweisende Artikel (2)

Granulozyt neutrophiler; ROS;
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