Sofortpigmentierung L56.8

Zuletzt aktualisiert am: 08.02.2020

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Direktpigmentierung; Immediate pigment darkening; IPD; Meirowsky-Phänomen

Definition

Aschgraue bis bräunliche Pigmentierung unmittelbar nach Bestrahlung im UV-Bereich zwischen 340 und 450nm (s.u. UV-Strahlen), das sich von der eher kupferbraunen UVB-induzierten (Spätpigmentierung) im Farbton unterscheidet. Dieses Phänomen wird auch nach dem Erstbeschreiber als Meirowsky-Phänomen bezeichnet. Die maximale wirksamen Wellenlängen für die Sofortpigmentierung liegen bei 340nm. Die Pigmentierung schwindet bereits Minuten bis Stunden nach der Bestrahlung.

Ätiopathogenese

Bestrahlung im UVA-Bereich. Verschiebung der Melanosomenkomplexe in die Peripherie der Melanozyten bzw. Keratinozyten. Fotooxidation nicht gefärbter Melanin-Vorstufen.

Die Schwellendosen liegen für den Hauttyp I und II zwischen 30 und 60 J/cm2, für den Hauttyp II und IV zwischen 15 und 25 J/cm2 (inverse Korrelation zum Hauttyp; s.a. MED).

Weiterführende Artikel (6)

Keratinozyt; MED; Melanin; Melanozyt; Pigmentierung; UV-Strahlen;

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