Serotonin

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

5-HT; 5-Hydroxytryptamin; Enteramin

Definition

Serotonin ist ein Gewebshormon und kommt als Neurotransmitter im Zentralnervensystem, Herz-Kreislauf-System, Darmnervensystem und im Blut vor.

Allgemeine Information

  • Derzeit sind 14 verschiedene Rezeptoren für Serotonin bekannt, die im Herz-Kreislaufsystem, im Zentralnervensystem, an den Blutgefäßen und im Magen-Darm-Trakt verteilt sind. Die Serotoninrezeptoren werden auch als 5-HT-Rezeptoren bezeichnet.
  • Im Magen-Darm-Trakt regt Serotonin die Darmperistaltik an. Erhöhte Serumwerte finden sich bei enterochromaffinen Tumoren, die vermehrt das Hormon freisetzen. Serotonin wirkt gefäßverengend in der Lunge und in der Niere. In der Skelettmuskulatur dagegen wirkt es gefäßerweiternd. Diese gefäßaktiven Wirkungen spielen auch in der Behandlung der Migräne eine Rolle.
  • Eine intravaskuläre Serotonin-Injektion verursacht eine komplexe Reaktion des Herz-Kreislauf-Systems unter Beteiligung mehrerer Rezeptoren: nach einem initialen Blutdruckabfall kommt es nach wenigen Sekunden zu einem Blutdruckanstieg, um letztendlich in einer langanhaltenden Hypotonie zu enden. In kleineren Blutgefäßen trägt es durch Vasokonstriktion und Förderung der Blutgerinnung zur Wundheilung bei.
  • Zentrale Serotonin-Neurone sollen zur Regelung von Stimmung, Schlaf-Wach-Rhythmus, Schmerzwahrnehmung, Nahrungsaufnahme und Körpertemperatur beitragen. Ob Depressionen und Angststörungen mit einem regelrechten Mangel an Serotonin im Gehirn einhergehen bzw. durch einen solchen verursacht werden, ist jedoch umstritten.

Literatur
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  1. Jimenez-Genchi A (2006) Immediate switching from moclobemide to duloxetine may induce serotonin syndrome. J Clin Psychiatry 67: 1821-1822
  2. Ruhe HG et al. (2006) Switching antidepressants after a first selective serotonin reuptake inhibitor in major depressive disorder: a systematic review. J Clin Psychiatry 67: 1836-1855
  3. Steinberg M et al. (2007) Mild serotonin syndrome associated with concurrent linezolid and fluoxetine. Am J Health Syst Pharm 64: 59-62
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